DREI WUNDERSCHOENE JAHRE ....

....habe ich mit meiner familie in Deutschland verbracht.

gut, am anfang war alles ziemlich gewoehnungsbedueftig fuer mich.  es war ein richtiger  "KULTURSCHOCK"

in der schule war schon mal alles ganz anders....

der schwaebische dialekt war mir fremd....

ich verstand die leute kaum obwohl ich doch deutsch konnte....

es gab ganz andere feiertage als bei uns hier drueben....

die geschaefte waren samstagnachmittags und sonntags geschlossen und abends machten sie auch schon sehr frueh um 18 uhr zu....

in Deutschland war es oft kuehl und es regnete so viel oefter als ich das von meiner amerikanischen heimat her gewohnt war......

 das essen war total anders.....

die haeuser sahen ganz anders aus als bei uns hier drueben....

in der stadt konnte man ueberall zu fuss hingehen....

die leute trugen andere kleidung als wir.....

kurz und gut, es war halt alles total anders und ich brauchte gut ein halbes jahr um mich umzustellen und um mich an die neue umgebung in der ich mich  befand, zu gewoehnen.

zum glueck aber gab es drei kilometer ausserhalb der stadt, die amerikanische Kaserne. dort waren amerik. geschaefte (ein kaufhaus und ein Lebensmittelgeschaeft) eine amerikanische snack bar, wo man hamburger, hot dogs und andere kleinigkeiten essen konnte, ein buecherladen, ein kino, eine kegelbahn, eine bank, ein frisoer, eine reinigung usw. dort fuehlten wir uns (fast!!!) wie zu hause in den staaten.

an wochenenden gingen meine eltern meistens dort einkaufen (wir hatten alle eine ID card, so eine art ausweis den wir vorzeigen mussten, wenn wir etwas dort gekauft haben. dort auf der bank wechselten wir auch unsere Dollar in DM um und umgekehrt, denn mein dad wurde mit $ bezahlt. damals stand der wechselkurs noch sehr sehr gut, und 1 Dollar war ca. DM 4.00

wir kids freuten uns immer aufs wochenende, wenn wir mit unseren eltern in das kleine stueck "HEIMAT" das wir drei kilometer ausserhalb der stadt hatten, gehen konnten.

meistens sind wir kids dann ins kino gegangen oder sassen in der snackbar und assen burgers oder wir besuchten andere amerik. familiendie wir kannten, die dort in der amerik. siedlung wohnten.manchmal fuhren meine eltern auch in andere staedte, wo sich auch Kasernen befanden, z.B. in Ansbach, Fuerth, Schwaebisch Hall, Stuttgart, Wuerzburg, Frankfurt usw. und dort kauften wir ein, weil die geschaefte dort groesser waren und es mehr auswahl gab an artikeln aus der Heimat.

 

einmal im jahr war immer deutsch-amerikanisches volksfest und tag der offenen tuer. da durfte dann jeder in die kaserne und schauen wie wir amis so leben.

woran ich mich immer noch erinnern kann ist, dass die deutschen immer mit vorliebe amerikanisches eis gekauft haben. da kamen manche leute mit kuehltaschen an und kauften etliche packungen gemischtes eis, und suessigkeiten, einfach alles was es dort so auf dem deutsch-amerik. volksfest so zu kaufen gab.

 

unsere nachbarn, die familie Kurz.  gaben uns oft  geld und wir tauschten es auf der ameri. bank um in $$ und dann wurde fuer die nachbarn eingekauft was das zeugs hielt:

eis, schokolade, kaugummi, bonbons, kaffee, tee, zigaretten, whiskey, butter, konserven....usw. nur mal um ein paar artikel zu nennen. alles natuerlich spottbillig, weil wir amerikaner verguenstigung hatten und natuerlich keine mehrwertsteuer auf der ware war.

 

was unsere nachbarn und bekannten aber nie verstanden haben war, dass wir kaffee, tee, alcohol,  und zigaretten nur rationiert kaufen konnten. das hiess nur 4 stangen zigaretten im monat.....und zigaretten waren speziell bei unseren nachbarn immer ganz besonders begehrt, erstensmal weil sie soviel billiger waren als in einem deutschen geschaeft und zweitens weil die anders geschmeckt haben, besser oder so? keine ahnung!

fuer unsere freunde haben wir kids auch immer eingekauft: popcorn, kaugummi, comic heftchen, haarspangen, schallplatten, alles moegliche halt. in die geschaefte durften wir jedoch keinen mit reinnehmen, der keinen amerik. ausweis hatte. also haben wir manchmal so auf gut glueck gekauft. aber was immer wir auch kauften, es war immer willkommen und heissbegehrt.

 

unsere nachbarn luden uns kids oft in die eisdiele ein oder nahmen uns mit ins freibad oder ins deutsche kino. aber meistens kannten wir ja die filme schon von unserem amerik. kino her und sind deswegen nicht oft mit.

 

wir hatten eigentlich immer ein sehr gutes verhaeltnis zu unseren deutschen nachbarn und alle waren traurig, als die drei jahre die wir in Crailsheim gelebt haben, so langsam dem ende zu ging. man versprach sich gegenseitig zu schreiben und sich auch mal zu besuchen.....

 

an sommerwochenenden bin ich mit meinen eltern oft an den stausee nach Bernhardsweiler gefahren. das war immer total schoen. meine schwester und ich lernten schwimmen in diesem see. verpflegung haben wir mitgebracht und wir machten am strand sozusagen picnic.  

dieser see hatte jedoch ganz weit hinten ein paar unheimliche stellen, direkt am waldesrand. dort war das wasser so dunkel und tief und jedes jahr ertrank dort jemand.  man las es immer in der zeitung.

wir lernten damals eine nette familie dort am see kennen, die jedes jahr da camping machte. der mann ertrank in diesem see. hatte einen herzinfarkt und konnte nicht mehr ans ufer schwimmen. das war ein schock fuer uns alle, weil wir diesen mann ja ziemlich gut kannten. er liess frau und sohn zurueck.

als der see dann mal durch ein heftiges unwetter eine zeitlang ueberschwemmt und sodurch gesperrt war, suchten wir uns einen anderen see, den wir von da ab dann regelmaessig besuchten....

 

wenn mein dad urlaub hatte, machten wir auch hin und wieder mal eine reise. einmal fuhren wir in das schoene Bayern....nach Muenchen und an den Bodensee, und einmal nach Oesterreich, nach Klagenfurt und in ein paar andere orte, aber ich weiss leider nicht mehr wie die heissen.

in Bayern hat's mir total gut gefallen, was die landschaft und so betraf und Muenchen fand ich sowieso ganz toll. bloss habe ich dort die leute nie so recht verstanden und fuer mich hoerte sich der bayrische dialekt immer an, als ob die leute sich gegenseitig ausschimpfen wuerden, auch wenn sie sich ganz normal unterhielten. mit der bayrischen aussprache gab's also ziemliche probleme.

 

in unserer naeheren umgebung haben wir natuerlich auch tagestouren gemacht. da waren soviele schoene alte staedtchen zu besichtigen. ganz besonders gut hat mir Rothenburg ob der tauber gefallen. die alten haueser habe ich immer irgendwie "cool" gefunden. auch Dinkelsbuehl war so ein staedtchen, voller touristen. wir haben unzaehlig viele fotos dort gemacht. und natuerlich souvenirs gekauft, die wir alle in die Staaten zu Familie und Freunde geschickt haben.

da gab es tolle verzierte bierkruege, kuckucksuhren, nussknacker, und andere schoene andenken.....

 

hier ein paar fotos von Rothenburg und Dinkelsbuehl:

 

 

 

 

 

DINKELSBUEHL:

 

 

LANGENBURG

 

 

 

 

 

 

6.4.08 01:48

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Deutsch-Amerikanisches Volksfe / Website (13.4.12 22:33)
Das Deutsch-Amerikanische Volksfest auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist einen Besonderheit in der Oberpfalz. Das Volksfest Grafenwöhr finden auch in diesem Jahr wieder statt und bietet auf seiner Webseite viele hilfreiche Informationen zu Parklätzen, Öffnungszeiten, Anfahrt und vielem mehr.

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